Leider sollte uns das Verlassen Brasiliens nicht so schnell gelingen, wie wir dachten. Nach 100 km Fahrt Richtung Grenzuebergang erfuhren wir dort, dass wir schon in Cacerès die Grenzformalitaeten zu erledigen gehabt haetten. Wer kann das wissen, ausser dem Reisefuehrer, aber der wusste es auch nicht. Also zurueck! Schnell finden wir mit Hilfe der Strassenpolizei die Behoerde fuer unsere Ausreisestempel. Da gestaltet sich die Suche nach der Abfertigungsstelle fuer unser Auto schon um einiges schwieriger. Als wir sie endlich gefunden haben, ist sie bereits geschlossen, und das um 13.00 Uhr! Es hilft alles nichts, wir muessen eine weitere Nacht hier bleiben. Am naechsten morgen sind wir puenktlich um 8.00 Uhr dort, leider ist noch keiner da, der uns abfertigt. Dafuer koennen wir kostenlos Fussball gucken....Wir sehen fast das ganze Spiel, bis unsere Papiere und wir fertig sind. Ich kann es mir nicht verkneifen, den jungen Mann darauf hinzuweisen, dass wir die Abfertigung normalerweise in fuenf Minuten hinter uns bringen. Er hat nur ein muedes Laecheln fuer meine Bermekung. Dann geht es aber endlich weiter. In Bolivien wartet kurz nach der Grenze die Drogenpolizei auf uns. Nach kurzem Aufenthalt weiter auf der aeussert staubigen aber sehr schoenen ca 300 km langen Piste Richtung San Ignacio. Bei Einbruch der Dunkelheit finden wir ein sehr schoenes Hotel und fuehlen uns endlich wieder einmal richtig wohl. In dieser Gegend haben die Jesuiten mehrere Gruendungen vorgenommen und mit den Einheimischen im 18. Jhdt. sehr bemerkenswerte Bauwerke errichtet. Diese schauen wir uns gern an, obwohl z. Zt. viel restauriert wird. Die Suche nach all diesen Dingen ist immer sehr anstrengend. Uebrigens hat unser Hotelier Verwandtschaft in Luxemburg.
Unsere naechstes Hotel ist das Gegenteil!!! Wir schlafen in einem Raum ohne verschliessbare Fenster und man hat den Eindruck, dass die LKW s nachts durchs Zimmer fahren. Alles ist ziemlich heruntergekommen. Fruehsdtueck dann unterwegs beim Fussballspiel Deutschland:Serbien. Am spaeten Nachmittag erreichen wir die Tieflandmetropole Santa Cruz, die groesste Stadt Boliviens nach La Paz. Wir bleiben zwei Naechte, weil wir uns ein wenig ausruhen wollen. Es ist Sonntag, da ist sowieso nichts los, ausser einem grossen Markt, den wir natuerlich beuchen. Heute, dann am Montag machen wir uns auf den Weg in die Berge und besuchen eine alte Praekolumbianische Siedlung aus der Inka-Zeit. Morgen geht es weiter auf den Spuren Ché Guevaras, der nicht weit von hier sein Leben liess.
Fuer alle Zuschriften danken wir herzlich, besonders aber fuer die unseres juengsten Lesers Marian.
Hasta Luego
Kurt und Erika
aus Suedamerika
Dienstag, 22. Juni 2010
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Hallo Ihr Beiden! Ich wollte mich auch noch einmal melden, bevor Ihr bald schon wieder in Deutschland seit. Das Wetter ist so heiß hier, ich habe heute Hitzefrei in der Schule bekommen. Vielleicht klappt das morgen auch noch mal. Am Samstag waren wir beim Fabian Wild grillen und gestern war ganz Deutschland verrückt. Die Deutschen haben 4:1 gewonnen, überall fuhren die Autos mit Fahnen und alle haben sich gefreut. Nun habe ich bald endlich Sommerferien und ich hoffe das das Wetter auch so bleibt. Freue mich dann schon riesig auf den Urlaub mit Britta & Familie. In der Schule führen wir nächsten Dienstag unser Theaterstück "Der kleine Tag" vor. Da ich die Hauptrolle bekommen habe, bin ich schon ein wenig aufgeregt und muss mich mächtig ins Zeug legen. Wir holen Euch auf jeden Fall vom Flughafen ab und ich freue mich schon jetzt auf die Süßigkeiten. Viele liebe Grüße von Marian. Ach ja, Kurt: die Fahne ist immer noch an Deinem Wagen!!!
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