Heute gruessen wir aus Santa Cruz.
Der wesentlich groessere noerdliche Teil des Pantanals enttaeuschte ein wenig. Wir sahen weitaus weniger Tiere als im Sueden, wenn man einmal von den unzaehligen Kaimaennern und -frauen sowie den Wasservoegeln absieht. Die 149 km lange Dammpiste mit 118 Brueckenkonstrucktionen ueber zahllose Baeche, Fluesse und Lagunen fuehrt von Pocone nach Porto Jofrè am Rio Cuiaba. Von dort aus wollten wir eigentlich mit dem Boot weiter in die Wildnis, zu einem der dort lebenden Indiostaemme, der noch wenig Kontakte zur Zivilisation hat. Es stellte sich jedoch heruas, dass dies ohne Genehmigung aus dem 230 km entfernten Cuiaba nicht moeglich ist. Nachdem Oscar, der ungekroente 2,5 Zentner Chef des Oertchens (ein Mestize) von einem auf den anderen Tag den Bootspreis pro Stunde von 39.- Euro auf 79.- Euro erhoehte, kann man sich muehelos ausrechnen, was dann die Fahrt tatsaechlich kostet, wenn man denn im Besitz der auch nicht gerade billigen Besuchererlaubnis ist. Also vergessen wir es! Schlafen mal wieder im Auto und beobachten am naechsten morgen ein Hyazinthara-Paerchen, das nicht weit von uns in einem hohlen Baum wohnt und sich furchtbar viel zu erzaehlen hat.
Auf dem Rueckweg stoppen wir bei km 85. Es gibt ein Hotel am Fluss. Das Hotel ist sehr gut besucht, da Sonntag ist. Aber am abend leert es sich dann. Viele der Wochendurlauber angeln erfolgreich Piranhas, die sie dann an die Kaimane und Jabirus (Riesenstoerche des Pantanal)verfuettern. Erika holt sich in dem Hotel eine Vielzahl von Stichen, die tagelang furchtbar jucken.
Es sind aber weder Muecken- noch Flohstiche. Wir tippen auf Wanzenbisse. Am Nachmittag ruft man uns aufgeregt zum Fussballspiel Deutschlang:Australien. Brasilien ist im Fussballfieber. Alle Kellner und Kellnerinnen, der Zoll, Verkaeufer und Verkaeuferinnen und viele, viele Privatpersonen sind in gelb/gruen gewandet. Ihrer Freude geben die Suedamerikaner auch gern mit Raketen und Knallerei Ausdruck, was uns beim Mitfreuen auch ein wenig nervt.
In Poconé lebt ein Berliner mit seiner Familie seit drei Jahren. Er organisiert Touren in den Pantanal und auch weiter noerdlich zu zwei Indiostaemmen, die noch recht urspruenglich leben.
Da haben cwir uns viel zu erzaehlen und schnell sind wir 2 Stunden aelter.
Von Poconé aus machen wir uns auf den Weg zur brasilianisch/bolivianischen Grenze auf nach Càceres, eine der heissesten Ecken Brasiliens und das Angler-Mekka im Pantanal.. (Muss Schluss machen: Erika will noch fotografieren, und gleich ist es dunkel!)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen